Mittwoch, 18. Februar 2009

Kung Fu im Vorlesungssaal

Hi da draußen,

Das Semester hat hier angefangen und mein erster Eindruck ist: Wow! Themen, die mich interessieren (investigativer Journalismus, Filmdokumentationen, chinesische Philosophie usw) mit äu0erst netten Professoren in kleiner Runde (wir sind 20 Leute und meist nicht vollzählig, weil der ein oder andere oftmals "krank" ist) diskutieren. Das ist quasi 180 Grad andere RIchtung im Gegensatz zur "Ich sitz mit 800 gelangweilten Studenten im Ausimax"-Uni Wien. Heute folgte die zweite Hälfte unseres "Chinese Culture"-Kurses ganz dem Motto: Nur in einem gesunden Körper ruht auch ein gesunder Geist. Die äußerst relaxte, ich kann mich gar nicht genug wiederholen, freundlichste Person, die man sich nur vorstellen kann, unsere Professorin, fängt an, uns Kung Fu beizubringen. Also auf gut Deutsch gesagt: Wie man jemanden so richtig auf die Fresse haut und selber Heil aus der Sache rauskommt. Und es belebt Geist und Seele ;)

Heute habe ich auch das erste Mal "hot pot" gegessen. Das kommt aus dem Norden Chinas bzw. der Mongolei. Das Prinzip ist einfach: Man bekommt eine Schüssel vorgesetzt, den "pot", der mit Wasser und vielen aromabringenden Dingen (ich kann mich leider nicht präziser ausdrücken, aber vielleicht erklärt sich das ja aus dem folgenden Bild) gefüllt ist und unter einer Gasflamme erhitzt wird. Wenn das Süppchen kocht, wirft man zu erst das Fleisch und dann nach einander in beliebiger Reihenfolge alles mögliche Gemüse (also wir hatten neben Rindfleisch und Schaf: Spinat, Algen, Tofu, Bohnenzeugs, Grünzeugs, so Art Pilze, Kohl und und und) rein, wartet kurz bis es durch ist und tupft es dann in eine Soße, die jeder einzeln vor sich stehen hat, um es dann zu verzehren. Mir fehlen die Worte! Als Abshcluss kann man dann das Süppchen selber noch essen, was natürlich den Aroma all der Zutaten angenomen hat und dem ganzen nochmal die Krone aufsetzt.
In kurz: Das ganze funktioniert so ähnlich wie Fondue. Aber Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte:
Übrigens: Der ganze Spaß hat ganze 5 Euro gekostet (mit Getränk) und ist damit - obwohl es hier eher zu den teureren Essen zählt - gleichauf mit dem Mensapreis an der Uni Wien.

Abschließend noch ein Bild vom Campus:


Machts gut!

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Wieso kannst du nicht einfach die Fresse halten?