Montag, 16. Februar 2009

Der Chinese in mir

Hallo da draußen,

Ich gebe euch mal ein paar Einblicke in meine Butze:

Mein Zimmer ist recht spartanisch und unspektakulär, aber funktional allemal: Schreibtisch, Bett und Schrank. Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich das:


Das Wohnzimmer ist recht geräumig und beinhaltet auch einen Fernseher mit DVD-Player. Hinter den Vorhängen ist eine Art Wintergarten, wo wir die Wäsche aufhängen können (d.h. ich habe meinen ersten Waschgang bis jetzt noch heraus zögern können). Die Küche ist auch vollkommen ok. Waschmaschine inklusive, allerdings scheint man in China nur mit kaltem Wasserzu waschen, was bei den Mädels hier schon für Panik gesorgt hat. Ich bin mir nicht ganz sicher ob der Konsequenzen daraus...

Der Außenblick von der Straße: In einem der Häuser wohne ich im achten Stock. Die Zahl acht besitzt übrigens in der chinesischen Mythologie eine ganz besondere, heilige Bedeutung.Von der Wohnanlage sieht man auch diese hochmodernen twin-tower. Als ich das Foto schoss, wusste ich noch nicht, dass die zu der Fudan Uni gehören. Sick, oder? Heute war ich auf dem Campus und bin mal dort reingeschlendert und bin mit dem Fahrstuhl in den höchsten, d.h. 30. Stock gefahren. Da bin ich dann in der Chefetage gelandet, Büros wie man sie sich von Staranwälten oder Wall-Street Brokern vorstellt. Der Blick über Shanghai war phänomenal, aber leider hatte ich meine Kamera nicht dabei. Außerdem hab ich mich etwas unbehaglich gefühlt, dass ich sofort von einem uniformierten Chinesen rausgeschmissen würde. Der ganze Campus wird übrigens bewacht, man sieht überall Sicherheitsservice.

Beim Gespräch mit einer Chinesin vor ein paar Tagen wurde mir gesagt, dass - wenn ich nicht so eine überaus westliche "Langnase" hätte - ich durchaus auch als Chinese durchgehen könne. So habe ich das Ganze noch nicht betrachtet, vor allem weil ich so gut wie jedem Chinesen mindestens mit einer Kopflänge überrage, aber an sich: Meine Haut ist momentan etwas "gelblich" und meine Augen durchaus etwas "schlitzig".
Und auch charakterlich bin ich den Chinesen sehr nahe. Während ich bei euch konstant darauf hingewiesen werde, mich nicht für alles zu entschuldigen oder mich für Selbstverständlichkeiten zu bedanken, kann ich hier meinem Harmoniebefürnis vollkommen nachgehen: Höflichkeiten austauschen, Komplimente machen und vor allem eine ganze Menge Lächeln.

So, dann bis die Tage,

Fabian

2 Kommentare:

  1. Hallo Fabian,

    interessanter Bericht und schöne Fotos.
    Kleiner Tip: Dreh den Fernseher um 180° ;-)

    Liebe Grüße
    Philip

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  2. Jo, der war zu der Zeit noch kaputt... Aber die Elektriker waren heute da. Und als der Fernsher ging, haben die sich erstmal noch ne halbe Stunde aufs Sofa gechillt und fern geschaut ;)

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Wieso kannst du nicht einfach die Fresse halten?