Den folgenden Eintrag schreibe ich nur in dem guten Wissen, dass wohl kein potenzieller Arbeitgeber ihn lesen wird ;)
Meine traurige Bilanz vom Samstag:
- ein Fischauge gegessen (Beweisfotos im letzten Beitrag)
- ein Mädchen aus Versehen mein Whisky-Cola auf ihrem Haar verschüttet (allerdins habe ich jetzt ihre Nummer ;)
- später Panikattacke, weil ich plötzlich zwischen Gitter und einer verschlossenen Tür war und mich ausgeschlossen fühlte. Wollen die Türsteher mich etwa ausrauben? Als ich über das Gitter klettern wollte, habe ich geschrien: "Da ist Stacheldraht!", obwohl da gar kein Stacheldraht war (später hat sich heraus gestellt, dass alles ok war und ich nur die falsche Tür gewählt hatte)
- Jacke und Pullover verloren (wahrscheinlich wurden die Klamotten gestohlen, also kein Eigenverschulden... hoffe ich zumindest)
Das einzig positive an dem Abend ist im Endeffekt, dass ich jetzt eine neue Jacke habe (Wal-Mart: 7 Euro). Und außerdem, dass ich keinen Stress mit der chinesischen Polizei bekommen habe (die vielleicht meine unartikulierte Art als Randale interpriert hätten können).
Naja, der Abend wird mir eine Lehre sein... Aber zurück zum Thema: Die Clubs und Bars stehen denen in Berlin in nichts nach. Allgemein lassen sich zwei verschiedene Arten von Diskos feststellen: Die einen sind meist eher mit Europäern (besonders Franzosen) und Amerikanern gefüllt, die anderen eher mit reichen Chinesen. Musikmäßig war bis jetzt jeder Schuppen ganz nach meinem Geschmack. Fifty-fifty harter Electro und Rap. Mich überrascht dabei echt, dass besonders die Chinesen so hart auf Gangsterrap abfahren, so laufen in Clubs teilweise echt genau die Lieder, die wir zum Vorsaufen uns anhören, die aber in Berliner Clubs meist nicht gespielt werden (auf Kosten von weichgespültem R´n B o.ä.).
Auf jeden Fall kann man hier auch gut Geld lassen, aber an sich bekommt man für die Kohle ziemlich Dekadentes geboten. Taxi fahren ist saubillig (vielleicht ein Zehntel im Vergleich zu Deutschland) und deshalb standard, All-inclusive Partys gibt es ab 7 Euro und in den Clubs, in denen man mehr als 4 Euro pro Drink zahlt, ist echt die Hölle los. Dies liegt wohl vor allem an den Massen von westlichen Jugendlichen, die hier entweder für ein Auslandssemester oder -praktikum nach Shanghai gekommen sind und eigentlich nur eins im Sinn haben: mal ordentlich die Sau rauslassen!
Wie gesagt werd ich wohl in nächster Zeit etwas kürzer treten, aber wie soll ich sagen... Wenn ich das nächste Mal wieder "investigativ" unterwegs bin, um für euch exklusiv über das Nachtleben in Shanghai zu berichten, dann werd ich´s euch genau hier wissen lassen ;)
Zum Abschluss noch ein Bild, welches ich vor dem Club aufgenommen habe. So viel zum Thema: new money in china !!!

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